In St. Johann Blönried wurden in den Osterferien 200 Mund-Nasen-Bedeckungen genäht - Corona-Schutzmasken: 1700 Euro für St. Vinzenz

Spendeklein

AULENDORF – Über eine Spende in Höhe von 1700 Euro darf sich der Aulendorfer Wohnpark St. Vinzenz freuen. Das Geld stammt aus dem Verkauf von gut 200 Corona-Schutzmasken, die sechs Beschäftigte der Ganztagesbetreuung im Studienkolleg St. Johann Blönried genäht haben. Bei der symbolischen Scheckübergabe am Montag würdigten Wohnparkleiter Jürgen Gebhardt und Hauswirtschaftsleiterin Lydia Zimmermann den Einsatz von Initiatorin Ulrike Schmid und ihren Mitstreiterinnen.

„Wir danken Ihnen ganz herzlich, das ist wirklich eine Super-Aktion in schwierigen Zeiten - wir werden diese Spende sinnvoll einzusetzen wissen für unsere Bewohner“, betonte Jürgen Gebhardt. Zum einen würden noch Tablets gebraucht, damit die Senioren in der Coronakrise per Video-Chat den Kontakt zu ihren Familien halten können. „Dann gibt es Überlegungen, wie wir ab kommender Woche die Besuche je eines Angehörigen hier in St. Vinzenz unter Einhaltung der geforderten Hygienemaßnahmen ermöglichen können - vielleicht gestalten wir mit einem Teil des Geldes ein separates Besucherzimmer“, blickte der Wohnparkleiter bei der symbolischen Geldübergabe voraus.

Ulrike Schmid und ihrem fünfköpfigen Näherinnenteam von St. Johann dürfte das recht sein. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Idee auf so große Resonanz gestoßen ist, das hätten wir anfangs gar nicht für möglich gehalten“, so die Leiterin des Ganztagesbereichs von St. Johann dazu. Die rund 200 Mund-Schutz-Bedeckungen, die die fleißigen Frauen in den zweiwöchigen Osterferien angefertigt haben, wurden zum vorgeschlagenen Stückpreis von zehn Euro in der Mehrzahl an Kollegen, Schüler und Eltern des Studienkollegs verkauft. „30 Stück gingen an den Kolpingladen ’Solisatt’, weil dort die Masken ebenfalls benötigt werden“, berichtete Schmid. Zunächst waren sie der St. Elisabeth-Stiftung angeboten worden - aber nachdem deren Wohnparks bereits versorgt waren, sei die Idee mit der Geldspende an St. Vinzenz aufgekommen.

Hergestellt wurde der Mund-Nasen-Schutz aus alten, weißen Leintüchern, die die Näherinnen aus eigenen Beständen beisteuerten oder gespendet bekamen im Bekanntenkreis. „Dieser Stoff kann bei bis zu 95 Grad gewaschen werden und damit sind die Viren dann wirklich unschädlich gemacht“, weiß Schmid. Schwieriger habe sich die Suche nach dem benötigten Zick-Zack-Gummiband gestaltet. „Das war ebenso vergriffen wie Faden, weil plötzlich der Bedarf nach Nähzubehör so riesig war!“

Aber sie wurden auch hier unterstützt aus vielen Haushalten und so ratterten die Nähmaschinen in den Klassenzimmern zwei Wochen lang nahezu pausenlos. „Das lief fast professionell ab zum Schluss: Die eine schnitt zu, die andere nähte, die nächste schnitt das Gummiband und so weiter“, erinnert sich Schmid zurück an diese Nähaktion, die „überraschend“ anstrengend gewesen sei. „Da waren wir am Abend jedenfalls ganz schön geschafft“, räumt Schmid lachend ein. (Pressemitteilung St.Elisabeth-Stiftung/Sabine Ziegler)

 

Das Studienkolleg St. Johann öffnet seine Schultüren wieder - Die Notbetreuung in St. Johann seit Ostern

Es ist nach Hygiene- und Abstandsregeln sicher eines der häufig benutzten Begriffe in Coronatagen: „Notbetreuung“. Es war ein Tropfen auf den heißen Stein : ein gutes Dutzend Kinder des Studienkollegs St. Johann Blönried, deren Eltern in systemkritischen Berufen arbeiten, durften diese Unterstützung in Krisenzeiten erfahren.

Während hunderte andere Schüler und Eltern sich zuhause mit dem Fernunterricht, dessen anfängliche Tücken und Entwicklungen, abstürzenden Skypekonferenzen und fehlenden Sozialkontakten plagten, genossen unsere beiden Gruppen ein fast schon erträumtes Schulleben: die ersten Kinder wurden mit dem VW-Bus von an der Haustüre abgeholt, da noch kein Schulbus fuhr, das Erledigen der Schulaufgaben in einer Kleingruppe und danach die Freizeit auf dem riesigen und sonnigen Schulgelände genießen. Immer gab es Hilfe vom Sekretariat beim Ausdrucken der Moodleaufgaben, einen versierten Lehrer, der die technischen Voraussetzungen für die Videokonferenzen der eigenen Klasse sicher stellte, Erzieherinnen und Erzieher, die den Fernunterricht begleiteten, Aufgaben korrigierten und Struktur und Übersicht in das Ganze brachten.

Ein leckeres Mittagessen im kleinen Kreis beendete den Schulvormittag und leitete zum Nachmittagsprogramm über. Nicht ohne Grund wurde dem Studienkolleg letztes Jahr das „goldene Siegel gesunde Schule“ des Landratsamtes verliehen. Unser weitläufiges Schulgelände mit Wald, Schulgarten, Spielplätzen und Haustieren haben die Kinder voll ausgekostet. So gab es einen großen Frühjahrsputz im Garten des Innenhofes – Rasenmähen, Unkrautjäten und die Liegestühle auspacken, einen Kräutergarten anlegen und sich Wissen über diese aneignen. Eine Wanderung an die Blönrieder Ach, um Spuren des Bibers zu finden, in Lehmanns Garten die Hühner besuchen, bei unseren hauseigenen Bienen mitzuarbeiten, die große Boulebahn erst vom Unkraut befreien, um dann im Schatten und in der frischen Luft Wettkämpfe auszutragen, Wikingerschach und Uno spielen....

Unsere Schultüren sind bereits für die Oberstufe geöffnet und wenn nach den Pfingstferien die Hälfte der Klassen im wöchentlichen Wechsel an der Schule sind, freuen wir uns vom Ganztagesbereich des Studienkollegs St. Johann auf alle unsere Kinder, die sich tatsächlich nach einem Schulalltag sehnen und sei er noch so allmählich und mit vielen Abstandregelungen versehen!

Ulrike Schmid Ganztagesbereichsleitung St. Johann Blönried

 

 Das Studienkolleg St. Johann öffnet seine Schultüren wieder

Am Montagmorgen des 4.5. öffneten sich nach wochenlanger Schulschließung auch am Blönrieder Gymnasium die Türen wieder für die Klassen 11 und 12. Dabei hat sich die Schulleitung viel einfallen lassen, um die Gesundheit der SchülerInnen, LehrerInnen und MitarbeiterInnen möglichst gut zu schützen: mit Masken, Abstandsmarkierungen, geteilten Kursräumen, gestaffelten Pausen, Desinfektionsmittel, Seife und Einwegtüchern sowie getrennten Eingängen für die Klassenstufen.

Um 7.30 Uhr betraten die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 1 ihre Schule über den Haupteingang, wo sie von Lehrern, die bereits Alltagsmasken trugen, begrüßt wurden. Wer noch keine Mund-Nasenbedeckung hatte, konnte hier am Eingang eine kaufen. Die SchülerInnen überquerten den Schulhof jedoch schon mit dem gebotenen Abstand und trugen bereits eine Alltagsmaske. Um für alle Fälle gerüstet zu sein, hat das Studienkolleg dennoch eine große Anzahl von Masken bestellt, um sicherzustellen, dass jeder, der sich im Schulgebäude aufhält, solch einen Schutz tragen kann. Auch die Unterrichtsräume wurden so vorbereitet, dass zwischen allen Akteuren ein Abstand von 2m gewährleistet ist.

Im Eingangsbereich desinfizierten sich die SchülerInnen ihre Hände. Auch die Jahrgangsstufe 2 wurde so empfangen, aber nicht am gleichen Eingang wie die Elftklässler. Um Kontakt zu minimieren und so ein Einhalten der Hygienevorschriften zu erleichtern, betraten sie das Gebäude über den Hintereingang. Ihre Unterrichtsräume liegen für die nächsten Wochen im Südbau und Mittelbau. Der Unterricht begann für alle mit einer Einweisung in die Hygienevorschriften und Neuerungen in diesem Zusammenhang. So darf immer nur einer auf die Toilette. Die LehrerInnen erinnern an das Händewaschen vor jeder Stunde. Wenn es nötig ist, putzen die LehrerInnen die Tische mit Desinfektionsmittel, das in einer großen Flasche jetzt auf jedem Lehrerpult steht. Dies geschieht auch nach jeder Stunde. Im Unterricht herrschten konzentrierte Stille und fokussiertes Mitarbeiten. Da es nun keinen Nebensitzer mehr gibt und vielleicht auch weil man nach wochenlangem Fernunterricht wieder gern im Kursraum ankommt, blieb ein Schwätzchen auf die Pausenzeit beschränkt.

Allerdings sah ihre erste Große Pause nach langer Zeit auch ziemlich anders aus: kein Schulbäcker, keine Mitschüler aus der jeweils anderen Jahrgangsstufe (die hat die Pause eine Stunde später) und auch hier galt: Abstand wahren ist das Gebot der Zeit! Dennoch konnten sie ihre Freunde wiedersehen und trotz allem miteinander plaudern.

„Nett, die Freunde wiederzusehen und auch gut, wieder mehr Struktur im Alltag zu haben“, lautete das Fazit von so manchem Kursstufenschüler am vierten Mai 2020. (Ki)

 

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